Geschichtliches

Die Fosenöchter

Die Schönauer Jugend, eingedenk der alten Dorftradition nahm sich vor, die tristen Nachkriegsjahre wieder mit früherem Brauchtum zu beleben und so den Mitbewohnern Freude und Frohsinn zu bereiten, wie es ihre Väter früher gepflegt hatten.
Die Geburtsstunde der "Schönauer Fosenöchter" schlug zur Fosenocht 1949, als das erste Prinzenpaar, Prinz Alfred (Alfred Arnold) und seine Lieblichkeit Erna (Erna Roßhirt-Staffel), in einem von Pferden gezogenem Festwagen durch die Dorfstraßen fuhr und dabei am "Maulaffenplatz" allerlei lustiger Klamauk geboten wurde. Das große Echo das die "Fosenochts-schau" bei der Bevölkerung fand, veranlasste die Maßgeblichen nunmehr alljährlich solche Gaudizüge mit lustigem Spektakel zu halten. Sie waren so die Fosenochtsfreunde der ersten Stunde nach dem Krieg und nahmen die Initiative für die Pflege der Schönauer Fosenocht in die Hand. Es waren dies: Emil Stäblein, Heinrich Schmalz, Gregor Märkert, Erwin Kesselring, Theo und Hans Stäblein, Leo Reichert und Rudi Stäblein, um einige zu nennen. 1963 gab es nach einer Unterbrechung wieder ein Prinzenpaar mit Siegfried Böhm und Theresia Zehe.
Anführer des Fosenochtstreibens waren wie in alten Zeiten die Stäbleins, oder wie sie im Dorfmund "Butterhööks", genannt wurden. Waren es in den 20er und 30er Jahren die Gebrüder Heinrich und Otto Stäblein, so waren es nach dem Kriege deren Söhne, Hans, Theo, Emil und Rudi Stäblein, welche die Tradition weiterführten. Aber noch viele andere junge Männer und Frauen gesellten sich dann dazu und hielten lange die Treue, wie Werner Kiesel, Gregor Märkert, Egon Schmalz, Siegfried Baumbach, August Fromm, Theo Eschenbach, Reinhold Griebel. Pricdberi Reubelt und Karl Starfel. Später kamen noch jüngere, wie Albert Zirkelbach, Hans Hermann Schmit. Walter Vey, Helmut Gans und Manfred Zirkelbach hinzu. Und in den 90er Jahren des vergangenen Jahrhunderts nahm wiederum die junge Generation die Tradition begeistert auf und mischte seit dieser Zeit tüchtig mit: Die Fosenocht in Schönau stirbt nicht aus".
Die Fosenöchter, die sich die Ausrichtung einer zünftigen Fosenocht zur Aufgabe machten, organisierten sich in den 60er Jahren zu einer Gruppe von Gleichgesinnten unter dem Namen "Faschingskomitee" und 1980 gaben sie sich den Traditionsnamen "Schönauer Fosenöchter". Im Jahre 1981 schlossen sie sich auf Initiative von Werner Kiesel und Manfred Zirkelbach als Unterabteilung mit eigener Vorslandschafi der Kolpingsfamilie an. Der jeweilige gewählte Gruppenleiter wird von der Generalversammlung als ordentliches Mitglied der Vereinsvorstandschaft bestätigt. Vier Vorstände gab es bis 2005: Egon Schmalz, Helmut Gans, Walter Beck und Klemens Walter. Die Schönauer Fosenöchter sind zudem Mitglied des Fastnachtsverbandes Franken.

Fosenocht 1969 der Elferrat mit Gardemädchen: Gardemädchen v.l. Ingrid Kleinhenz, Margarethe Stäblein, Luidgad Nöth, Helga Fromm, Elferräte: v.l. Siegfried Baumbach, Eberhard Kiesel, Friedbert Reubelt, Emil Stäblein, Hans Stäblein, Walter Vey, Hermann, Schmitt, Theo Eschenbach, August Fromm, Karl Staffel, Egon Schmalz, Werner Kiesel

Fosenöchter 1987 1. Reihe v.l. Theresia Griebel, 2. Judith Schmalz, 3. Nicole Stäblein, 4. Carolin Zirkelbach, 5. Anita Griebel, 6. Silvia Braun, 7. Simone Rothen, 8. Carolin Jung 2. Reihe v.l. 1. Arnika Schmitt, 2. Barbara Rothen, 3. Ursula Märkert, 4. Heidrun Reubelt, 5. Eva Jung, 6. Elke Rothen, 7. Anita Griebel, 8. Jutta Griebel Kintere Reihe: 1. Manfred Zirkelbach, 2. Manfred Rothen, 3. Friedrich Griebel, 4. Klemens Walter, 4. Alfons Dinkel, 5. Peter Braun, 6. Werner Kiesel, 7. Berthold Schmitt, 8. Albrecht Märkert, 9. Erich Arnold, 10. Jürgen Stäblein, 11. Josef Reubelt, 12. Hans Hermann Schmitt, 13. Walter Beck, 14. Bernhard Zirkelbach, 15. Reinhold Griebel

Fosenochtszüge

Die Faschingszüge, die sie alljährlich organisieren, sind inzwischen eine Attraktion geworden, die alljährlich viele Auswärtige nach Schönau verlocken. Das ganze Dorf steht Kopf wenn sich der "närrische Lindwurm" durch die mit Luftballons geschmückten Dorfstraßen schlängelt. Eine Zugabe des Frohsinns zum Abschluss der drei tollen Tage erfolgte ab 1982 durch das "Fosenochtsverbrennen". Am Nachmittag des Faschingdienstags zieht ein ulkiger "Trauerzug" mit einer großen Strohpuppe auf einem Gefährt durch das Dorf, früher zum Sportplatz, nunmehr zu den Kellern am Steig, wo nach einem witzigen "Trauerzeremoniell" samt Nachruf mit Geheul die vergängliche Fosenocht, symbolisierend durch die Strohpuppe, unter dem Tusch der Musikkapelle dem Feuertod übergeben wird.
Dieses Fosenochtsverbrennen geht auf einen allen Brauch zurück, den früher die Kinder und Jugendlichen am Fosenochtsdienstag pflegten. In späteren Jahren wurde der Brauch aufgegeben, bis ihn 1982 die Fosenöchter mit anderen Variationen wieder aufgegriffen hatten.

Fosenocht 1920, Aufstellung am Kappele

Die Thea Reubelt als Clown 1921

Fosenocht 1949, Prinzenwagen

Fosenocht 1950 kostümierte Mädchen v.l. Rosemarie Zirkelbach, Evi Märkert (Vey), Christa Mildner, Aurelia Griebel (Kiesel), Ingried Henz, Elisabeth Zirkelbach, Katarina Schnzenbacher (Banfelder), Regina Zirkelbach

Fosenochtsumzug 1964

Fosenocht 1970

Elferratssitzungen

Populär als Hochburg urwüchsiger Rhöner Fosenocht ist Schönau vor allem durch die Elferratssitzungen geworden. Die erste wurde 1956 gehalten. Inspiriert und aufgemuntert dazu wurden Werner Kiesel, Siegfried Baumbach, Gregor Märkert und Eimar Griebel bei einem Gastbesuch im Jahre 1955 in Wülfershausen durch den Auftritt der Schwarzen Elf der Kolpingfamilie Schweinfurt. Eigentlich war es die Idee der DJK- Führung mit dem damaligen Vorstand Elmar Griebel und den genannten Vorstandschaftsmitgliedern, welche den Stein ins Rollen brachten. "Das können wir auch", war ihr selbstbewusster Tenor nach der Elferratssitzung und man nahm sich vor, im kommenden Jahr eine solche starten zu lassen. Unter Gleichgesinnten fand man guten Anklang und an Ideen mangelte es auch nicht und so begann man im Spätherbst mit den Vorbereitungen. Als Sitzungspräsident füngierte recht gekonnt, der Mitinitiator Werner Kiesel und die erste Elferratssitzung im vollem Kolpingsaal war gleich eine Wucht. Die erste Elferratssitzung bis ca. 1965 wurden organisatorisch von der DJK durchgeführt. Als das Sportheim gebaut wurde und die DJK aus dem Kolpingsaal auszog, blieb die Faschingsabteilung im Saal. Man nannte sich damals ,,Faschingskomitee" und richtete nunmehr die Sitzungen aus. Mit ganz wenigen Unterbrechungen anfangs der 60er Jahre, wurde diese unterhaltsammen Shows ständig mit wachsendem Erfolg bis in die Gegenwart fortgeführt. Die lustigen Beiträge in den Anfangsjahren waren vorwiegend Büttenreden.
Alles was bei den Sitzungen auf der Bühne auftritt. ist Schönauer "Gewächs":
Büttenredner, Tänzer, Garden, Sänger, Musikanten und sonstige Akteure bei den beliebten Gruppensketchen.

Fosenochtssitzung: v.l. Susi Pessel, Anja Müller, Kerstin Nußmann, Harald Gans, Bianca Rahm, Steffen Beck, Christoph Vey

Schönauer Hausorden

Die Hausorden zeichnen sich durch ihre Originalität gegenüber sonstigen Auszeichnungen anderer Karnevalsgesellschaften ab. Bei den ersten Sitzungen der 50er Jahre wurden aus Melallabfällen Orden gefertigt. Das waren in der Regel Sterne oder Sonnen. Ende der 60er Jahre brachte Elferratsmitglied Friedbert Reubelt aus dem Schwarzwald einen Schinken auf einein hübschen Holzbrett mit. Dies regte dazu an, einen Orden in Form eines geschnitzten Brettchens aus heimischen Rohstoff zu schaffen. Diesem Orden aus Holz folgten dann an die 20 in verschiedensten Variationen mit allerlei Motiven. Zunächst mussten die Elferräte bei der Fertigung, unter Anleitung des Fachmannes Werner Kiesel mithelfen. Seit 1985 fabriziert der Vollblutfosenöchter und Ehrenpräsident Werner Kiesel in seiner Schnitzwerkstatt alleine, mit handwerklichem Geschick, Geduld und maschinellem Aufwand an die 200 Orden für die alljährlichen Sessionen. So gab es z. B. passend zu den Leitworten niedliche Vogelhäuschen, Dreschflegel,"Miniaturlübben", Stiefelknechte auch ein "Plootzbraad" und viele andere Kuriositäten. Seit 1980 steht die Schönauer Fosenocht jeweils unter einem Motto und man war stets darauf erpicht, dass die Thematik dazu bodenständig gewählt wird. Entsprechend dem Leitwort wird die Bühne dekoriert, die Elferräte kostümiert und auch Gesänge und manche "Blüten" nehmen Bezug darauf. Einige Beispiele von Themen, die sich durchwegs auf das Dörfliche bezogen: "Der Rest vom Heimatfest" (1988: Parodie auf das Superfest), "Mir backes widdr" (backen im alten Dorfbackhaus), "Dehemm is dehemm" (1991: Die gute Stube), "vo 49 bis heut, hom mer gebraut" (Jubiläumsjahr 1993, wobei Fosenöchter ihr eigenes Bier brauten), "Schönau is (k)oi Bauemdorf (1994), "Alles rennt, wenn Schönau Brend" (1995:
Parodie auf die Ortswehr) und viele andere originelle Motive. Die Ideen scheinen den Fosenöchtern nicht auszugehen, obwohl die Fosenocht schon von der zweiten Nachkriegsgeneration getragen wird.
Alle Sketche, Kurzszenen, Dialoge und Monologen sind der Feder heimischer "Fosenochtsdichter" entsprungen. Einer der fleißigsten, der die meisten Beiträge verfasst hatte, ist Manfred Zirkelbach, der es verstand, mit spitzer Feder und scharfem Sinn die kleine und große Politik und alles was so die Schlagzeilen der Presse füllte, satirisch zu attackieren. Zudem lieferte er früher, meist zusammen mit seinem Kumpan tolle Juxbeitrage, voll hintergründigem Humor und perfekter Parodie und füngierte viele Jahre als erfolgreicher Regieleiter. Inzwischen werden die Büttenbeiträge auch von Harald Gans, Volker und Uli Kiesel mitverfasst.
Die musikalischen Beiträge, Kalauer und musikalische Ulkchronik kamen früher stets gekonnt von Werner Kiesel, einem musikalischen Universalgenie und zudem Dirigenten der Faschingschöre, der Trachtengruppe, früher des Kinderchores und der Fosenochtssänger.
Der Erfolg der Elferratssitzungen liegt auch darin, dass man vom üblichen Mainzer Klischee der Prunksitzungen Abstand nahm und eigene Wege beschritt. Dabei wird nicht hochtrabende Geistesakrobatik serviert, sondern die witzigen Gags werden in volkstümlicher, urwüchsiger Art geboten und zum Amüsement des Publikums in unverfälschter heimischer Mundart interpretiert, die noch jedem Besucher aus der Rhön verständlich ist. Man versteht es eben, den Leuten "aufs Maul zu schauen". Die monotonen Büttenreden werden durch quietschlebendige Dialoge und Gruppenszenen mit allerlei Requisiten ersetzt und kommen so bestens an. Und eines muss man lassen: die Sprache ist zwar oft rau aber herzlich, deftig aber nicht frivol. Der Erfolg zeichnet sich stets durch den großen Zulauf der Gäste und durch die lautstarken Beifallsraketen ab. Die Umstellung der Programmgestaltung der Elferratssitzungen begann eigentlich in den 70er Jahren, als man wieder zur heimischen Mundart zurückfand. Von da an stieg auch das Publikumsinteresse enorm an. Zunächst waren in den Anfangsjahren bei zwei Sitzungen im damals noch kleinem Saal, so ca. 250-300 Besucher. Nach dem Umbau 1974 im erweiterten Saal stieg die Zahl der Gäste auf 400 an und bald darauf musste man eine dritte Abendsitzung einschalten. Seit 1990 werden vier Abendsitzungen und eine Seniorensitzung veranstaltet und die Besucherzahl zählt mehr als 1000. Verantwortlich für die Programmgestaltung waren bis zum Jahr 2005 lediglich vier Manager und zwar: von 1956 bis 1971 Werner Kiesel, von 1972 bis 1977 Walter Vey, von 1978 bis 1996 Manfred Zirkelbach und seit 1997 mit großem Elan Harald Gans.
Eine große Bereicherung der Sessionen sind die adretten Garden, mittlerweile sind es drei, von der Zwergengarde über die Junioren zur großen Garde. Sie sorgen durch ihre spritzige Ballettschau bei tollen Lichteffekten und fetziger Musik für herzerfrischenden Augenschmaus. Natürlich wird auch die Choreographie von heimischen Könnern bestritten. Nur vier Präsidenten gab es in der Geschichte der Elferratssitzungen. Neben Werner Kiesel der sie aus der Taufe hob (1956), der urwüchsige, stimmgewaltige Hans Stäblein (1957-1982), der nie "aufs Maul gefallen ist", dem die Etikettenzwänge oft eine Last waren und der seinem Temperament mitunter freien Lauf ließ. Der dritte, stets korrekte und penibel auf die Einhaltung der närrischen Programmkette bedachte, war Wolfgang Schumm (1983-1984) und schließlich von 1985 bis 2004 hielt das Zepter der joviale Manfred Rothen, ein Mannsbild am richtigen Fleck, der souverän das Narrenkarussell beherrscht und mitunter das Regiment seiner Tochter Elke überließ, die es seit 2005 mit weiblichem Charme führt und unterstützt von Elmar Reubelt aus der Fosenochtsdynastie der Stäbleins wird. Nun kommt man nicht umhin, auch einige Fosenochts-Strategen zu benennen, die inzwischen nach langen Jahren des Einsatzes der Narretei, in den Rentenstand gegangen sind. Ehrenelferrat Gregor Märkert und Josef Reubelt, welche durch ihr witziges Getue, deftige Ausdrucksweise im heimischen Platt, den alten Schönauer Bauerntyp, strotzend voll Bauernschläue, stets trefflich imitierten. Ein weiteres Original, Emil Stäblein, der bei den Elferratssitzungen durch seine Mimik und seine "Faxen" als früherer Zeremonienmeister samt seinen Insignien und auch bei den Faschingszügen durch seine Kostümierung als "ewiger Clown" stets für Heiterkeit sorgte. Auch Karl Staffel juckte lange Jahre das Fell zum Spaßmachen. Nicht zu vergessen sollte man auch Elferratsmitglied i. R. Siegfried Baumbach, der die Faschingsroben und Kostüme in selbstloser Weise meisterhaft schneiderte.
Etwas Besonders ließ man sich 1993 beim 44. Jubiläum einfallen. An einem Abend für die Mitwirkenden, Freunde und Gönner ließ man unter dem Motto: "Fosenöchter für Fosenöchter", eine nostalgische Rückschau, gespickt mit "Volltreffern" vergangener Jahre ablaufen. Es war eine Superschau des Frosinns und der Heiterkeit und zugleich eine Dankabstattung für alle Mitwirkenden auf und hinter der Bühne. Ganz groß beging man das Jubiläumsjahr 1999. Schon das Motto deutete auf eine besondere Attraktion hin, dass man mächtig auf die Pauke hauen wird:
"Mir lasses krach!" Aber auch der Jubiläumszug hatte sich "gewösche" und wurde zum größten Spektakel in der 50-jährigen Nachkriegsgeschichte. Viele Gastgruppen, auch aus den entfernten Gegenden unseres Landkreises, mit allerlei Juxwagen bereicherten den überaus langen Gaudiwurm, wobei sieben Kapellen die Stimmung aufheizten. Die Dorfstraßen waren übervoll von Schaulustigen. Eine überdimensionaie Kanone, gezogen von einem 40 Jahre alten Oldtimer, symbolisierte gelungen das Jahresmotto.

Fazit: Die Schönauer Fosenocht geht auch voller Zuversicht ins dritte Jahrtausend. Eine Abordnung der Schönauer Fosenöchter ist auch bei Prunksitzungen befreundeter Kamevalsgesellschaften zugegen. Ein denkwürdiger Besuch war anfangs der 90er Jahre, kurz nach der Wende, bei Faschingsfreunden in Römhild, ehemals DDR, bei der ersten Sitzung ohne Zensur und Stasi-Bespitzelung. Der Übergang des Fosenochtsbrauchtums auf die junge Generation ist reibungslos geglückt, sie mischen nun kräftig mit, verkörpern und produzieren Fosenocht in zeitgemäßer und stilechter Form. Die Vorträge, Sketche und Gesangseinlagen weisen beachtliches Niveau auf und zu allen Szenen werden die benötigten Kulissen und Utensilien in Eigenfabrikation hergestellt. Und der humorvolle Sitzungspräsident hat in seiner Tochter Elke eine klasse Partnerin als "mitregierende Präsidentin gefunden. Ein unumstrittenes Glanzstück bei der Session 2003 war das Debüt der Juniorengarde unter Ralf Gans mit einer exzellenten Show in Anlehnung an das bekannte Musical "König der Löwen", wobei die prächtigen "Tierkostüme" in Eigenregie gefertigt wurden. Auch der beliebte Auftritt der "Fosenochtssänger" fand Fortsetzung im jungen Team der "Krummtonsänger" unter Leitung von Elmar Reubelt. Die Regie der Elferratssitzungen lag perfekt in Händen von Harald Gans.

Fosenochtsorden 2003

Fosenocht als Strohpuppe auf dem Weg zum Verbrennen

Die Fosenocht wird verbrannt

Auftakt zum Jubiläumsjahr

Mit dem Bierkellerfest am Steig, in schattiger Umgebung des Kirchberges, haben die Fosenöchter am 14. und 13. Juni 2003 für einen würdigen Auftakt zum 55. Jubiläumsjahr gesetzt. Sogar die Prominenz des Fränkischen Fastnachtsverbandes hat sich dazu eingefunden und nahm mit Bravour den Anstich des Schönauer Hausbraubieres vor, das extra für dieses Fest gebraut wurde. Die Ortsbevölkerung aber auch viele Auswärtige gaben sich hier ein Stelldichein und delektierten sich bei stimmungsvoller Musik am "Zwiebelplotz" und sonstigen lukullischen Genüssen.
Das Jubiläumsjahr 2004: "Mir hebe ab" gaben sich die Fosenöchter im Jubiläumsjahr als Motto und entfachten bei den Elferratssitzungen wieder ein spritziges Feuerwerk urigen Humors getreu ihrem Leitwort. Besonders erfreulich war, dass diesmal das gesamte Programm restlos mit Charme, Ideenreichtum, Phantasie und Elan von der jungen Generation gestaltet wurde. Eine Augenweide boten wieder die drei Garden. Die Zwergengarde entschlüpfte in ihrem niedlichen Auftritt und Tierkostümierung Walt Disneys Dschungelbuch, die große Garde holte das Pariser Nachtleben im "Moulin Rouge" auf die Bühne und brillierte in einem Schautanz und der absolute Highlight war die Ballettshow "Titanic" in Anlehnung an das bekannte Musical der Juniorengarde. Choreographisch perfekt umgesetzt und eingeprobt wurde das Glanzstück von Ralf Gans.
Die großen Verdienste der Schönauer Gesellschaft, die über Jahrzehnte bodenständige Fosenocht ausrichtet, die weit über die Region populär geworden ist, würdigte 2004 der Präsident des Fastnachtsverbandes Franken durch Überreichung von Orden an verschiedene Aktive.
Der im Mai 2004 nach der Sanierung des Dorfzentrums errichtete Brunnen wurde "Fosenochtsbrönn" benannt, in Würdigung der großen Verdienste der Fosenöchter um die Brauchtumspflege und Repräsentation der Gemeinde in der Öffentlichkeit. Auch die 56. Kampagne der Rhöner Fosenocht (2005), die unter dem Motto "Mir feiern fest bei jedem Fest" stand, war eine Wucht. Mit Bravour wurde sie von der jungen Generation getragen. In den Elferratssitzungen wurden wieder alle Register des bodenständigen Humors gezogen und routiniert dirigierte das Sitzungspräsidentenduo Elke Rothen und Elmar Reubelt die fünfstündige abwechslungsreiche Schau des Frohsinns und der Heiterkeit. Und erst recht der große Faschingszug. Etliche Tausend Schaulustige vergnügten sich an dem überaus großen Gaudizug mit vielen heimischen und auswärtigen Juxwagen, unter Geleit von sieben Musikkapellen.

Kinderfasching 1970

Fosenöchter pflegen Brauchtum und Heimatbewustsein

Dass sich die Fosenöchter nicht allein auf Freudeschenken und Unterhaltung in der "fünfte Jahreszeit" beschränken, bringt ihr Bemühen um Pflege des Brauchtums und vor allem des Heimatbewusstseins zum Ausdruck. Auf die Idee dazu gekommen waren die Fosenöchter durch Altlandrat Gottfried Miller, der für das Bergfest des Rhönclubs einige bäuerliche Arbeitsmethoden der Vergangenheit als Schau Vorführung suchte. Die Faschingsfreunde Hans Stäblein, Friedbert Reubelt und Manfred Zirkelbach nahmen diese Gedanken voll Eifer auf, besorgten sich allerlei alte Arbeitsgeräte und führten ab 1979 bis 1987 beim Bergfest am Neustädter Haus einige alte Fertigungstätigkeiten vor, wie Dreschen mit Dreschflegeln, Butter- und Käseherstellung, Flachsbearbeitung, Herstellung von Seilen und Besen, Korbflechten und andere. Daraus entstand die Idee, selbst eine Nostalgiefest auf die Beine zu stellen. So veranstalteten sie zwei große perfekt organisierte Heimatfeste, bei denen sie die alte Arbeitswelt, wie sie früher in Schönau vonstatten ging, demonstrierten. Es waren Feste, wie aus dem Bilderbuch, machtvolle Manifeste Rhöner Geselligkeit, verbunden mit Nostalgie und Folklore. Vor einer überaus großen Kulisse von Besuchern führte man mehrgleisig das "Hantieren" unserer Vorfahren ohne der heutigen Motorkraft vor. Zuvor im Sommer wurde sogar der Flachs, dessen Verarbeitung man veranschaulichte und den man für die Fertigung der Seile und Spinnen von Garn benötigte, eigens angebaut und wie damals geerntet. Die Gesamtregie lag in Händen von Manfred Zirkelbach.

Fosenöchter engagieren sich um Denkmalspflege

Die Fosenöchter machten sich in ihrem Heimatbewusstsein eine weitere Aufgabe zu Nutzen: die Restaurierung alter Denkmäler. Hauptinitiatoren der Restaurierungsmaßnahmen waren vor allem, Helmut Gans und Werner Kiesel. Nicht nur, dass dabei die anfallende Kosten getragen wurden (die Gelder stammten aus dem Erlös der Veranstaltungen), die Fosenöchter legten mitunter auch bei der Gestaltung des Umfeldes tüchtig Hand an. So wurde 1982 das Kreuzmal an der alten Straße nach Wegfurt instandgesetzt, 1983 eine aufwendige Restaurierung des Kreuzdenkmales am Kirchbergaufgang durchgeführt, 1985 das Kreuz am östlichen Ortseingang renoviert und schließlich 1991 der Aufgang zur Grotte umfassend saniert und der Hang befestigt. Diese löblichen Maßnahmen ersparten der Gemeinde, die für Denkmalspflege verantwortlich ist, viele Kosten. Nur bei der fachgerechten Restaurierung des Korpus vom Kirchbergkreuz übernahm die Gemeinde einen Teil der hohen Kosten. Ausführliches darüber im Abschnitt: Denkmäler, Bildstöcke und Kreuzmale.

Das frührer Logo der Schönauer Fosenöchter

Fosenoechter - Neues Corporate Identity (CI)

Die Schönauer Fosenöchter ändern zur Fosenochtssession 2011/2012 (63. Session) Ihr Corporate Identity (CI)

Beschreibung des Logos:

Das neue Logo zeigt einen Clown mit einer Tafel in der Hand.

Der Clown trägt eine Schönauer-Elferrats-Kappe mit den darüberliegenden Schriftzug "Schönauer" in der linken Hand hält er ein Schild mit den Wappen der Kolpingsfamilie Schönau. Dies zeigt die Zugehörigkeit der Schönauer Fosenöchter zu Kolpingsfamilie Schönau a.d. Brend e.V..

Der Clown ist in den Vereinsfarben ROT und BLAU gekleidet und spiegelt somit die Vereinsfarben und die Kleideung der Schönauer Elferräte wieder. Dabei ist noch die große ROTE Fliege zu beachten welche in den früheren Zeiten getragen wurde und somit die Tradition des Vereins wiederspiegeln soll.

Der Clown steht auf einer Goldnen Platte und sympolisiert die Standfestigkeit der Fosenöchter der schon lange bestehenden Untergruppe der Kolpingsfamilie Schönau a.d. Brend e.V..

Unter dem Clown und über der GOLDENEN Platte befindet sich der Schriftzug "Fosenöchter" wobei das "F" nach links gespiegelt ist. Die Mischung der "Groß- und Kleinschreibung" und das "gespiegelte "F" sollen die Kunterbunde Zeit der Rhöner Fosenocht zum Ausdruck bringen so wie das um den Clown umher fliegende Konfetti.

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