Historie

Nach den tristen Nachkriegsjahren ließ die Schönauer Jugend 1949 die alte Fosenocht-Tradition wieder aufleben. Mit dem ersten Prinzenpaar, Prinz Alfred (Alfred Arnold) und seiner Lieblichkeit Erna (Erna Roßhirt-Staffel), sowie einem Festzug durch das Dorf begann die Geschichte der „Schönauer Fosenöchter“.

Zu den Gründungsinitiatoren gehörten unter anderem Emil Stäblein, Heinrich Schmalz, Gregor Märkert, Erwin Kesselring sowie Theo, Hans und Rudi Stäblein. Im Laufe der Jahre schlossen sich viele weitere engagierte Mitglieder an und sorgten dafür, dass die Tradition bis heute lebendig geblieben ist.

In den 1960er Jahren organisierten sich die Aktiven als „Faschingskomitee“, bevor sie sich 1980 den Traditionsnamen „Schönauer Fosenöchter“ gaben. Seit 1981 sind sie als eigenständige Unterabteilung der Kolpingsfamilie mit eigener Vorstandschaft organisiert und Mitglied im Fastnachtsverband Franken.

Seit 1980 steht jede Fosenocht unter einem eigenen, meist heimatbezogenen Motto. Dieses prägt Bühnenbild, Kostüme und Programm. Sämtliche Sketche und Büttenbeiträge stammen aus der Feder heimischer Autoren. Die musikalische Gestaltung lag viele Jahre in den Händen von Werner Kiesel. Heute übernimmt die Kolpingkapelle Schönau die musikalische Begleitung der Elferratssitzungen und sorgt mit Livemusik während des gesamten Abends für die passende närrische Stimmung.

Das Erfolgsrezept der Schönauer Fosenocht ist ihr eigener Stil: Statt klassischer Prunksitzungen setzt man auf humorvolle Szenen in heimischer Mundart, mit viel Lokalkolorit und Bezug zum Dorfleben. Mit dem wachsenden Zuspruch stieg auch die Zahl der Sitzungen von zwei in den Anfangsjahren auf heute insgesamt vier Sitzungen.